Mit der Währung anfangen
In Tschechien wird mit der Tschechischen Krone (CZK) bezahlt, nicht mit Euro. Gerade in touristischen Bereichen können Terminals oder Geldautomaten anbieten, den Betrag sofort in Ihre Heimatwährung umzurechnen. Diese sogenannte dynamische Währungsumrechnung (DCC) ist laut Tschechischer Nationalbank in der Regel ungünstiger als die Umrechnung durch den Kartenausgeber.
Ein pauschales Tagesbudget hilft nur begrenzt: Hotel und Flug bestimmen den Gesamtpreis viel stärker als ein Kaffee oder eine Straßenbahnfahrt. Sinnvoller ist es, die kontrollierbaren Kosten einzeln zu planen.
ÖPNV: 2026 gelten neue Tarife
Seit dem 1. Januar 2026 gelten in Prag neue PID-Tarife. Ein Vollpreis-Ticket für 30 Minuten kostet derzeit 36 CZK in der PID-Lítačka-App beziehungsweise 39 CZK als Papierticket; 90 Minuten kosten 46/50 CZK, 24 Stunden 140/150 CZK und 72 Stunden 340/350 CZK. Innerhalb der Gültigkeitszeit darf umgestiegen werden.
Wer viel zu Fuß unterwegs ist, fährt mit Einzeltickets oft günstiger. Bei mehreren Fahrten pro Tag ist ein 24- oder 72-Stunden-Ticket vor allem bequem. Sonderverbindungen wie der Airport Express haben eigene Tarife.
Karte, Bargeld und DCC
Kartenzahlung ist im Zentrum weit verbreitet, etwas Bargeld in Kronen bleibt trotzdem praktisch. Wenn ein Terminal oder Automat fragt, ob Sie in Euro, Dollar oder einer anderen Heimatwährung zahlen möchten, vergleichen Sie nicht nur die Bequemlichkeit: Bei DCC legt der lokale Anbieter den Wechselkurs fest. Wer die Gebühren der eigenen Karte kennt, wählt meist CZK und lässt Bank beziehungsweise Kartennetzwerk umrechnen.
Bei Bargeldabhebungen sollten Sie außerdem die Automatengebühr prüfen, bevor Sie bestätigen. Ein besonders gut sichtbarer Automat an einer Sehenswürdigkeit ist nicht automatisch die günstigste Wahl.
Bargeld wechseln: auf den Auszahlungsbetrag achten
Beim Geldwechsel zählt der tatsächliche Betrag in Kronen, den Sie erhalten — nicht ein großes Schild mit "0% Provision". Das offizielle Prague Visitor Centre Na Můstku betreibt ebenfalls eine Wechselstube und beschreibt seine Kurse und Gebühren ausdrücklich als transparent; damit gibt es im Zentrum zumindest eine offizielle Vergleichsmöglichkeit.
Sehenswürdigkeiten bewusst zusammenrechnen
Viele der besten Prager Eindrücke kosten nichts: Karlsbrücke, Altstadtgassen, Parks, Flussblicke und große Teile des Burggeländes. Teurer wird der Tag mit Türmen, Museen, dem Jüdischen Viertel und kostenpflichtigen Innenräumen der Burg.
Wer sehr viele Attraktionen besuchen will, sollte die eigene Liste mit dem offiziellen Prague Visitor Pass vergleichen. Prague City Tourism nennt derzeit 2.700 CZK für 48 Stunden, 3.300 CZK für 72 Stunden und 3.900 CZK für 120 Stunden; enthalten sind der Prager ÖPNV und mehr als 70 Erlebnisse. Für eine intensive Sightseeing-Route kann das sinnvoll sein, für zwei bezahlte Sehenswürdigkeiten und viel Spazieren eher nicht.
So entsteht ein realistisches Reisebudget
Zuerst Flug und Unterkunft festlegen, dann den ÖPNV nach dem tatsächlichen Tagesplan berechnen, anschließend nur die Eintrittskarten addieren, die Sie wirklich nutzen wollen. Für Essen lohnt es sich, mindestens eine Mahlzeit einzuplanen, bei der Lage oder Aussicht bewusst Teil des Preises sind. Dazu kommt ein kleiner Puffer für Gepäckaufbewahrung, schlechtes Wetter oder eine Taxifahrt am Ende eines langen Tages.
So entsteht kein theoretisches "Backpacker-Budget", sondern Ihr eigenes Prag-Budget in Kronen, bei dem die teuren Entscheidungen sichtbar sind, bevor Sie sie treffen.